Die CDU/CSU und der „Datenschutz“

Juli 29, 2009 von thalisblog

Nicht nur Titanic weiss es, wir befinden uns im Sommerloch. Das merkt man nicht nur an den fehlenden Filmneuerscheinungen in den Kinos, sondern auch am medialen Verbreitungsgrad des Wortes „Dienstwagen“. Dass in Deutschland Autos ein großes Thema sind, insbesondere im Jahr der Autoindustrieförderung Abwrackprämie verwundert kaum. Aber dass beim sogenannten Leitmedium Spiegel Online im Ressort Politik – Deutschland (Stand 29.07.2009 16 Uhr) es in ganzen Acht von 14 Artikeln um den Dienstwagen von Ulla Schmidt geht sagt einiges aus. Deutschland einig Autoland?

Ich möchte aber auf etwas hinaus, dass nur indirekt mit Dienstwagen zu tun hat, der Titel deutet es an, es geht um Datenschutz. Oder um das was die CDU/CSU darunter zu verstehen scheint. Auch hier geht es indirekt um einen Dienstwagen, genauer um das Fahrtenbuch des Dienstwagens von Familienministerin Ursula von der Leyen, seit dem Internetzensurgesetz wohl besser als Zensursula bekannt. Fahrtenbücher werden zum Nachweis der gefahrenen Strecken, und nicht zuletzt auch zur Unterscheidung dienstlicher von privaten Fahrten geführt. Wer mit eigenem Auto selbstständig unterwegs ist, dürfte das kennen. Ferner existieren Pauschal-Regelungen.

Nun mag aber, wie der Stern berichtet, die Familienministerin sich nicht ins Fahrtenbuch schauen lassen, der Grund: Datenschutz! „Eine Vielzahl von personenbezogenen Daten“ soll das Fahrenbuch enthalten, was nicht nur die Bundesdatenschutzbehörde so „nicht nachvollziehen“ kann. Offenbar gibt es Kritik an Art und Umfang der Nutzung des Dienstwagens von Frau von der Leyen.

Mal davon abgesehen, dass sich eindeutig private Inhalte durchaus schwärzen lassen, was auch das Informationsfreiheitsgesetz für solche Fälle vorsieht. Es mutet doch sehr seltsam an, wenn ausgerechnet die Parteien, die in den letzten Jahren maßgeblich für den Abbau bürgerlicher Freiheiten und das Begehen von Datenschutzverletzungen verantwortlich waren, sich wann immer es opportun erscheint auf den Datenschutz berufen, um die Herausgabe von Informationen zu verweigern. Die Inhalte des Fahrtenbuches sind hier ja beileibe nicht der einzige Fall bei dem mit Datenschutz argumentiert abgeblockt wird, mir fällt spontan noch die geheimgehaltene bayerische Agrarsubventionsliste ein.

Update: Auch Thomas Stadler von Internet-Law berichtet zu von der Leyen und das Fahrtenbuch.

Herr Güldner über das #zensursula Gesetz und die Kritiker

Juli 26, 2009 von thalisblog

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen in Bremen, Matthias Güldner hat am 26.07.2009 auf der Diskussionsseite der Welt seine Meinung zu den Kritikern des Zugangserschwerungsgesetzes gesagt. Meine Antwort:

Sehr geehrter Herr Güldner,

sie schreiben:

Regeln gelten überall, auch im weltweiten Netz.

Korrekt! Wozu braucht es da ein zusätzliches Gesetz für das Internet? Um ohnehin illegales zu verbieten? Kindesmissbrauch ist weltweit in allen Staaten geächtet, zumindest soweit nennenswert Internet vorhanden ist. Wo Bürgerkrieg herrscht und Kindersoldaten durch Minenfelder geschickt werden mag es anders aussehen. Aber da hilft ein solches Gesetz auch nicht!

Die ignorante Argumentation gegen Internetsperren kommt von Menschen, die es sich in virtuellen Räumen bequem gemacht haben und übersieht die Opfer in der realen Welt.

Ignoranz ist eher das, was Sie und ihresgleichen sich auf die Fahnen geschrieben haben. Hundertfach wurden die Scheinargumentationen und Lügen der Frau von der Leyen mittlerweile wiederlegt, auf die sich die Befürworter dieses unsäglichen Zensurgesetzes berufen. Ignoriert wurden vielmehr diejenigen, meist fachlich deutlich kompetenteren, Kritiker. Kritiker welche teilweise eben durchaus auch Missbrauchsopfer sind: Siehe MOGIS (Missbrauchs Opfer Gegen Internet Sperren)!

Sexualisierte Gewalt gegen Kinder ist ein ebenso grausames wie zeitloses Phänomen. Es gab sie lange vor dem Internet und wird sie leider auch geben, wenn eine andere Kommunikationsmode Einzug gehalten hat.

Ergo muss das Übel dort bekämpft werden wo es entsteht. Und das ist nicht im Internet. Hier braucht es ein wirksames Vorgehen gegen Missbrauch und das Anbieten der Dukumentation von selbigem. Nicht zu vergessen einen Ausbau entsprechender Hilfsangebote für missbrauchte Kinder.

Die Auseinandersetzung um die Internetsperren dreht sich im Kern aber gar nicht um die – bisher konsensuale – Bekämpfung der Kinderpornographie.

Da haben Sie Recht, und dennoch nichts begriffen! Ja, es geht bei diesem Gesetz nicht um Kindesmissbrauch und dessen Verhinderung, sondern um die schleichende Einführung einer Zensurinfrastruktur in Deutschland! Der deutsche Bundestag öffnet da gerade die Büchse der Pandora. Völlig zu Recht sagen über 134.000 Bürger: Nein! Wehret den Anfängen der Zensur!

Es geht vielmehr knall hart um Definitionsmacht in Zeiten der Virtualisierung der Welt. Ihre Anhänger kämpfen mit hoch effektiven Mitteln für die Rechtsfreiheit ihres Raumes.

Da haben Sie etwas falsch verstanden, der sogenannte „virtuelle Raum“ ist keineswegs ein rechtsfreier Raum. Wie bereits erwähnt gelten dort die gleichen Gesetzte wie auch sonst. Allenfalls durch den globalen Effekt des Internets kommt ein gewisser Kontrollverlust der Legislative hinzu, der sich für die Nutzer zumeist eher in Form von rechtsunsicherheit als in rechtsfreiheit äussert. Hier sollte vielmehr ein Internationales Netzwerk der Polizeibehörden etabliert werden um gegen dokumentierten Missbrauch vorzugehen. Der Bankensektor macht vor, dass es funktioniert.

Wer sich in ihre Scheinwelt einmischen will, wird mit Massenpetitionen per Mausklick weggebissen.

Davon abgesehen, dass es bei dem alles andere als vorbildlich umgesetzten e-Petitionssystem des Bundestages eher weniger Aufwand wäre eine Petition auf Papier auszufüllen,  finde ich es höchst bedenklich wie sie auf die Eingaben besorgter Bürger reagieren! Das spricht ja eine deutliche Sprache, da wird sich einerseits über Politikverdrossenheit und mangelnde Wahlbeteiligung der Bevölkerung echauffiert und andererseits werden Eingaben und deutlich geäusserte Meinungen und fundierte Bedenken der Bevölkerung ignoriert. Ja mehr noch, weite Teile der Bevölkerung als Unterstützer von Pädophilen diffamiert. Da fehlen mir, als Unterzeichner der Petition, wirklich die Worte!

Die Tatsache, dass diese Community viel Zeit in virtuellen Räumen verbringt, spielt dabei eine große Rolle. Wer Ego-Shooter für Unterhaltung, Facebook für reales Leben, wer Twitter für reale Politik hält, scheint davon auszugehen, dass Gewalt keine Opfer in der Realwelt fordert. Anders kann die ignorante Argumentation gegen die Internetsperren gar nicht erklärt werden.

Ich bin versucht Ihre Äusserungen so stehen zu lassen, viel mehr demontieren kann man sich kaum. Aber dennoch: Sie sprechen die Realwelt an.. zu Ihrer Information, das Internet ist Teil eben dieser Welt. Nicht Ursache der Probleme, allenfalls ein Spiegel und Teil dieser in der Gesellschaft existierenden Probleme und Annehmlichkeiten, die im Problemfall nur zu gerne ausgeklammert werden. Dazu zählen auch Spiele (sogar solche die Gewalt beinhalten, wie Filme und Bücher auch), und wer die nutzt ist keineswegs deswegen ein potentieller Amokläufer, darauf wollten Sie doch hinaus, oder?

Gesetze abschaffen, wenn sie nicht eingehalten werden?

Nun frage ich Sie mal ganz konkret: Wer hat das wo und wann gefordert? Nicht rausreden nun.. ich will einen Beleg von Ihnen! Zwischen der Forderung, bei neuen Gesetzen darauf zu achten dass diese Zielgerichtet, und den Zweck erfüllend sind, und der Forderung, existierende Gesetzte aufgrund von Übertretungen abzuschaffen existiert ein deutlicher Unterschied!

Da ist zum Beispiel das Argument, die Sperren könnten umgangen werden. Da haben sich einige wohl das Hirn herausgetwittert. Genauso gut könnte die Tatsache, dass Morde begangen werden, obwohl sie verboten sind, als Argument gegen den Mordparagraphen im Strafgesetzbuch angeführt werden. Die ständig umgangenen Umweltgesetze könnte man sich gleich komplett schenken. Auch wird behauptet, das Gesetz nütze nichts gegen Kinderpornographie. Jeder weiß, dass es kein Allheilmittel ist.

Da hätten Sie sich wohl besser mal kurz wenige Minuten informieren sollen. Da haben Sie sich wohl das Internet mal wieder ausdrucken lassen! ;P Hier gilt wie bereits erwähnt dass, Gesetzte trotzdem sie übertreten werden mögen zumindest zielgerichtet und wirksam sein müssen. Ihre „Argumentation“ ist völlig untauglich, daher spare ich mir weitere Worte.

Aber in Skandinavien wurden schon positive Erfahrungen mit vergleichbaren Gesetzen gemacht. Warum nicht, wie in anderen Politikfeldern auch, Baustein um Baustein zusammenfügen, um eine größtmögliche Wirkung zu erzielen? Die Antwort bleibt die Community schuldig.

Das Gegenteil ist der Fall! Hätten Sie sich informiert wüssten Sie, dass vielmehr die Beführworter dieses Zensurgesetzes keinerlei Beleg für dessen Wirksamkeit haben. Von den zahlreich vorgebrachten Lügen der Frau von der Leyen mal abgesehen. Vielmehr wurde seitens der Kritiker vielfach belegt wie unwirksam und unsinnig eine solche Zensur ist.

Teile der Grünen – fasziniert von den Möglichkeiten der virtuellen Mobilisierung und hingerissen von ihrem eigenen Getwitter – erkennen, dass unsere Wähler und Wählerinnen eine hohe Affinität zu Menschenrechtsfragen haben, erst recht wenn Kinder die Opfer sind. Unser Umfeld kommt zu einem nicht unerheblichen Teil aus den erziehenden Berufen, ist selbst Mutter oder Vater. Die Internetsperren haben Umfragen zu Folge bei ihnen eine hohe Popularität.

Anders ausgedrückt: Teile der Grünen leiden nicht unter einem derartigen Realitätsverlust und eklatanter Unkenntnis der Sachlage. Sie opponieren deswegen zu Recht gegen dieses Gesetz und die Scheinargumentation der Befürworter und die Lügen der Frau von der Leyen (ich sage nur das Stichwort: Indien)!

Die Glorifizierung des Internet wird vergehen. Der politische Makel, mehr auf den Trend gesetzt zu haben als auf die Bekämpfung realer Menschenrechtsverletzungen, würde dagegen lange haften bleiben.

Ich persönlich hoffe eher, dass in Deutschland, anstatt eine von industriellem Lobbyismus, Scheinargumentation und Lügen geprägte Politik, eine Politik nach dem Willen der Bevölkerung Einzug hält. Möge Ihnen und ihresgleichen der Makel der Uninformiertheit und Rabulistik lange anhaften!

Ich spare mir, alles im einzelnen zu Belegen und empfehle Ihnen einfach als Lektüre zur Thematik die Seiten des AK-Zensur, dort ist alles hinreichend belegt und verlinkt.

MfG, Jan

Immaterialgüterrechte bzw. „Geistiges Eigentum“ aus ethischer Sicht unhaltbar

Juli 26, 2009 von thalisblog

Ich habe vorhin den Artikel von Pavel Mayer über „Probleme der ethischen Begründung von “Geistigem Eigentum” und Immaterialgüterrechten im Informationszeitalter“ gelesen, den ich für äußerst lesenswert halte.

Pavel beschäftigt sich auf Basis der Dissertation des finnischen Ethikforschers Kai Kimppa mit der Frage, warum aus ethischer Sicht die bestehenden Immaterialgüterrechte unhaltbar sind. Hierbei geht es um drei unterschiedliche philosophische Grundlagen:

  • Die liberale/libertaristische Begründung: “Das Ergebnis meiner Arbeit gehört mir.” (What I create is mine.)
  • Die utilitaristische Begründung: Privates “Geistiges Eigentum” fördert das Gemeinwohl.
  • Die deontologische Begründung: Es ist moralische Pflicht, dem Urheber Respekt zu erweisen.

Interessant ist nun wie sich der Begriff des „geistigen Eigentums“ je nach Betrachtungsweise zwar anders begründen lässt, jedoch nie wirklich als moralisch und ethisch vertretbar halten lässt. Im Ergebnis:

Die Entwicklung, durch ausufernde Immaterialgüterrechte und Monopolisierung eine unerschöpflichen Almende in ein umkämpftes Schlachtfeld wirtschaftlicher Auseindersetzungen zu transformieren, entbehrt nicht nur jeder moralischen und ethischen Rechtfertigung, sie schadet der Gesellschaft und beraubt sie des eigentlichen Potentials der Informationsgesellschaft.

Webcomicempfehlung

Juli 26, 2009 von thalisblog

Kein Problem mit religionskritischem und allgemein respektlosem Umgang mit diversen Themen? Dazu des englischen mächtig? Dann empfehle ich den täglich erscheinenden Webcomic Sinfest von Tatsuya Ishida.

Demo: Freiheit statt Angst

Juli 26, 2009 von thalisblog

Hier der Trailer zur geplanten Großdemonstration unter dem Motto „Freiheit statt Angst – Stoppt den Überwachungswahn!„, die am 12.09.2009 in Berlin stattfindet.

Die Forderungen der Bürgerrechtler sind:

1. Überwachung abbauen

  • Abschaffung der flächendeckenden Protokollierung der Kommunikation und unserer Standorte (Vorratsdatenspeicherung)
  • Abschaffung der flächendeckenden Erhebung biometrischer Daten sowie von RFID-Ausweisdokumenten
  • Schutz vor Bespitzelung am Arbeitsplatz durch ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz
  • Berücksichtigung des Datenschutzes für Bürger- und Arbeitnehmer/innen bereits in der Konzeptionsphase aller öffentlicher eGovernment-Projekte
  • Keine einheitliche Schülernummer (Berliner SchülerID)
  • Keine Weitergabe von Informationen über Menschen ohne triftigen Grund
  • Keine europaweite Vereinheitlichung staatlicher Informationssammlungen (Stockholmer Programm)
  • Keine systematische Überwachung des Zahlungsverkehrs oder sonstige Massendatenanalyse in der EU (Stockholmer Programm)
  • Kein Informationsaustausch mit den USA und anderen Staaten ohne wirksamen Grundrechtsschutz
  • Abbau von Videoüberwachung und Verbot des Einsatzes von Verhaltenserkennungssystemen
  • Keine pauschale Registrierung aller Flug- und Schiffsreisenden (PNR-Daten)
  • Keine geheime Durchsuchung von Privatcomputern, weder online noch offline
  • Keine Einführung der Elektronischen Gesundheitskarte in der derzeit geplanten Form

2. Evaluierung der bestehenden Überwachungsbefugnisse

Wir fordern eine unabhängige Überprüfung aller bestehenden Überwachungsbefugnisse im Hinblick auf ihre Wirksamkeit, Kosten, schädliche Nebenwirkungen und Alternativen.

3. Moratorium für neue Überwachungsbefugnisse

Nach der inneren Aufrüstung der letzten Jahre fordern wir einen sofortigen Stopp neuer Gesetzesvorhaben auf dem Gebiet der inneren Sicherheit, wenn sie mit weiteren Grundrechtseingriffen verbunden sind.

4. Gewährleistung der Meinungsfreiheit und des freien Meinungs- und Informationsaustauschs über das Internet

  • Keine Beschränkung des Internetzugangs durch staatliche Stellen oder Internetanbieter (Sperrlisten)
  • Keine Sperrungen von Internetanschlüssen
  • Verbot der Installation von Filtern in die Infrastruktur des Internet.
  • Entfernung von Internet-Inhalten nur auf Anordnung unabhängiger und unparteiischer Richter.
  • Einführung eines uneingeschränkten Zitierrechts für Multimedia-Inhalte, das heute unverzichtbar für die öffentliche Debatte in Demokratien ist.
  • Schutz von Plattformen zur freien Meinungsäußerung im Internet (partizipatorische Websites, Foren, Kommentare in Blogs), die heute durch unzureichende Gesetze bedroht sind, welche Selbstzensur begünstigen (abschreckende Wirkung)
  • Wahlwerbung

    Juli 26, 2009 von thalisblog

    Bin mal gespannt was da noch so an lustiger Wahlwerbung kommt. Hier erstmal ein inoffizieller aber lustiger Spot der Piratenpartei.

    Song der Woche #3

    Juli 26, 2009 von thalisblog

    „The Future is easy because it doesn’t exist, but the past is painfull because it is forever“: Limp Bizkit – Almost Over

    Song der Woche #2

    Juli 7, 2009 von thalisblog

    t-mobile & Rufnummernportierung: Mission Impossible

    Juli 7, 2009 von thalisblog

    Portierung ist nicht, nur Mitnahme, bei Vertragsabschluss. Danach geht nichts mehr, absolut nichts. Obwohl doch: Stornieren oder  kündigen und dann halt einen neuen Vertrag abschliessen bietet mir die Dame an der Hotline auf Nachfrage an. Klar, sicher mit negativem Schufa-Eintrag und allem drum und dran. Nein danke. Service stelle ich mir anders vor. Da ist der Anbieter wohl wirklich zu doof etwas eigentlich normales anzubieten, nicht zuletzt da die Mitnahme seit 2002 per EU Gesetz vorgeschrieben ist könnte man davon ausgehen, dass eine Portierung inzwischen Standard ist. Mitbewerber von t-mobile bieten das seit Jahren an, auch nach Vertragsabschluß.

    Goldman Sachs und die Blasen

    Juli 2, 2009 von thalisblog

    Oder auch, was in unserem Geld-System grundlegend schief läuft. Der englische Artikel ist aus dem Rolling Stone Magazine und stammt vom Matt Taibbi. Er ist der Meinung, dass Goldman Sachs jede große Blase von dot com bis zu hohen Benzinpreisen entwickelt, gefördert und letzlich genutzt hat.

    Die aufgeführten Blasen sind:

    • Die große Depression
    • Die dot com Aktien
    • Die Kredite bei Wohnraumfinanzierungen
    • Der Anstieg und Absturz des Rohölpreises
    • Das Aufbauen und nutzen das Banken-Bailouts
    • Und zuletzt Globale Erwärmung

    Und da erkenne ich deutliche Parallelen zur in Deutschland aktuell geführten Diskussion um den Ablasshandel mit Emissionen.

    Eine Perle als Kostprobe:

    cap-and trade will allow a small tribe of greedy-as-hell Wall Street swine to turn yet another commodities market into a private tax-collection scheme. This is worse than the bailout: It allows the bank to seize taxpayer money before it’s even collected.

    Hier der Artikel.